Donnerstag, 16. Juli 2009

Kurzer Schmunzler für zwischendurch.

Formtief? Depression? Zweifel am Beruf?

Dann hilft nur ein Film wie dieser.

TVC „Skimmer“ für Panasonic Australien, Agentur: The Campaign Palace, Sydney.

Mittwoch, 15. Juli 2009

Perfektes Tauschgeschäft.

Ein Mann hat seine ganze Wohnung satt und schlägt über alle möglichen sozialen Netzwerke ein Tauschgeschäft vor. Er will innerhalb eines Monates alle seine Sachen gegen andere Dinge von Leuten eintauschen.

Der Typ heisst Stefan the Swopper (swop = Tauschgeschäft) und hat dazu eine Website eingerichtet (stefantheswopper), auf der er all seine Tauschartikel präsentiert.

So kommt Ende letzten Jahres in Schweden eine Welle in Gang, mit der es Stefan sogar zu einem Gastbesuch in einer Talkshow bringt.

Stefan tauscht bspw. seine Xbox gegen eine Mitgliedskarte in einem Yoga Club.

Die Aktion ist aber nicht ohne Ziel.

Sie hat einen dezenten Absender. Und das ist die schwedische Post.

Alle Tauschutensilien werden natürlich nur per Post verschickt und sobald man sich mit Stefan auf einen Tausch eingelassen hat, klickt man auf das kleine Postsymbol und landet beim “Posten Parcel Guide”.

Für die schwedische Post war es hoffentlich der Anfang einer Geschichte, bei der ein spießiges Image gegen ein modernes Image getauscht wurde.

Gefällt mir.

Und das hat es auch der Cannes Jury (Gold Löwe Cyber).

Stefan the Swopper from Stefan Byte on Vimeo.



Aktionsfilm "Stefan the Swopper" von der schewdischen Agentur akestamholst.

Montag, 13. Juli 2009

Infam oder inspiriert?

Kaum hatte ich meine Freude über den Olympus-Spot “Pen Story” am Samstag kund getan, schon hatte ein Leser das Teil als gekonnte Kupferarbeit identifiziert.

Hier die vermeintliche Vorlage:



In diesem Fall muss man feststellen, dass es sehr viele Ähnlichkeiten zwischen dem japanischen Film und dem Olympus-Werbespot gibt. Es fällt schwer zu glauben, dass die Macher des Olympus-Werkes einem unglücklichen Zufall aufgesessen sind.

Stop Motion ist gewiss keine neue Technik und sie erlebt durch die Digitalisierung gerade ein Revival. Aber hier ist schon eine deutliche dramaturgische Nähe zu sehen.

Ich habe bereits früher darauf hingewiesen, dass eine YouTubisierung von Ideen entstanden ist. Man sieht einen ungewöhnlichen “Amateur-Film” auf YouTube oder Vimeo und konfiguriert die Idee für einen Werbespot um.

Die entscheidende Frage ist immer, nutzt man nur eine Technik oder bestimmte Bilder. Oder übernimmt man die Idee 1:1?

Letzteres verbietet einfach die eigene Kreativenehre.

Natürlich ist man vor Zufällen nicht gefeit, aber das Ziel muss schon sein, etwas “Neues” zu schaffen.

Oder, um meine Lieblingsworte zu zitieren: etwas Ungesehenes, etwas Ungehörtes oder etwas Unglaubliches schaffen.

Ok, hiermit ist die Pen-Story abgehakt.

Wird interessant sein zu beobachten, ob die Leute in den Jurys der Wettbewerbe das auch mitbekommen.

Samstag, 11. Juli 2009

Perfekte Produktdemo.

Kreative resignieren gerne mal, wenn es im Briefing heisst, dass man die Stärken des Produktes zeigen soll. Die Kreativen, welche diesen Stop-Motion-Spot für die Olympus Pen E-P1 Fotokamera gemacht haben, dachten wohl genau das Gegenteil.

Sie schossen 60.000 Bilder, entwicklten 9.600 Prints and schossen danach wieder über 1.800 Bilder.  Der ganze Spot ist ohne Post Produktion entstanden.

Das Werk kann man jetzt schon als Dauersieger-Abonennt für die kommenden internationalen Wettbewerbe registrieren.

Merke: Selbst wenn man mal über ein Briefing verzweifelt, sollte man offensiv überlegen, ob man nicht aus der Not eine Tugend machen kann.

Olympus Spot „Pen Story“. Agentur ?

Freitag, 10. Juli 2009

Kreide fressen.

Ein schönes Synonym für die Tatsache, dass man sich irgendwo einschmeicheln möchte.

Die Redewendung stammt aus dem Märchen von den sieben Geißlein. Der Wolf fraß Kreide, um die hohe Stimme der Geißenmutter nachzuahmen und so die Geißlein zu täuschen.

Wieder was gelernt.

Mit diesem Synonym leite ich über zu einer sehr starken "Kreide-Aktion" von Nike im Rahmen der Livestrong-Kampagne der Lance Armstrong Foundation gegen Krebs.

Wie „schmeichelt“ sich eine Marke bei den Radfahrfreunden während der Tour den France ein, an der Lace Armstrong teilnimmt?

Indem sie ein System erfindet, mit dem man über eine spezielle Aktionsseite bei Nike im Internet seine Mitteilung an die Radprofis oder an die ganze Welt sendet. Über Nike Livestrong wird meine Mitteilung durch eine sehr einfallsreiche Computer-Systematik an eine Kreidemaschine gesendet, die den Text dann auf die Strassen der Tour de France malt.

Klingt schräg. Ist schräg. Ist vor allem innovativ.

Und wieder ein schönes Beispiel, wie große Ideen von heute aussehen.

Hier wird die Idee genau erklärt.



Die „Chalkbot“-Kampagne zur Tour de France von Wieden + Kennedy.