Mittwoch, 31. Dezember 2014

Wie du die Welt veränderst.

Zum Jahresende werden wir immer etwas tiefgründig und denken gerne mal über das Große und Ganze nach. Der Rapper Prince Ea hat das für uns zusammengefasst.

Ein Auftritt, der nachdenklich macht:


Zum Nachlesen:

Die Welt geht dem Ende entgegen.
Die Luft ist verpestet, die Ozeane sind verschmutzt.
Die Tiere sterben aus, die Wirtschaft bricht zusammen.
Die Bildung ist am Boden, die Polizei korrupt.
Selbst das Denken wird vermieden und Ignoranz wird noch belohnt.

Die Menschen sind depressiv oder zornig.
Wir sind unfähig miteinander zu leben und mit uns selbst erst recht nicht.
Also nimmt jeder Medikamente.
Wir gehen stumm aneinander vorbei.
Und wenn wir sprechen, dann ist es bedeutungslos, roboterhafte Verständigung.

Mehr Menschen träumen von 15 Sekunden Ruhm
als von einem Leben voller Bedeutung und Sinn.
Denn beliebt und angesagt zu sein ist wichtiger als das Richtige zu tun.
Ratings gehen über die Wahrheit und
die Regierung baut doppelt so viele Gefängnisse wie Schulen.

Man bekommt leichter einen BigMac als einen Apfel.
Und wenn man den Apfel findet ist er genetisch verändert.

Präsidenten lügen, Politiker verarschen uns.

Hautfarbe spielt immer noch eine große Rolle, genau so wie Religion.
Deinen Gott gibt es nicht. Meinen schon und der liebt alle Menschen.
Und wenn du das anders siehst, dann bring ich dich um.
Oder noch schlimmer, ich argumentiere dich zu Tode.

92% der Lieder im Radio handeln von Sex.
Kinder spielen nicht Fangen, sie spielen Videos ab.
Der Normalbürger sieht jeden Tag 5 Stunden fern.
Und es gibt mehr Gewalt in den Medien als jemals zuvor.

Technologie hat uns alles gegeben, was wir uns nur wünschen können.
Und uns gleichzeitig alles genommen, was wir jetzt wirklich brauchen.
Der Stolz ist größer denn je, Bescheidenheit so selten wie nie zuvor.
Jeder weiß alles, jeder geht irgendwo hin und ignoriert irgendwen.
Und beschuldigt irgendjemand.

Es sind nicht mehr viele Menschen übrig.
Es gibt viele, die so tun, es gibt massenweise menschliche Wracks,
aber keine wirklichen menschliche Wesen.

Geld ist immer noch die Wurzel allen Übels.
Trotzdem raten wir unseren Kindern,
nicht den Beruf zu wählen, der kein Geld bringt.
Gutes wird nur getan, wenn es Profit abwirft.

Videos vom Unglück anderer gehen um die Welt.
Wir lachen gemeinsam mit unseren Freunden darüber.

Die Vorbilder von heute?
Wären vor 60 Jahren Beispiele gewesen, wie man nicht werden sollte.

Es gibt Staaten in denen man dafür diskriminiert wird, wie man geboren wurde.

Firmen investieren Milliarden von Dollar um kleinen Mädchen zu erzählen,
dass man Haarspezialisten und Make-up braucht, um schön zu sein.
Sie zerstören dauerhaft ihr Selbstbewusstsein,
denn die Idealbilder und Standards können sie niemals erreichen.

Unternehmen sagen uns, wir sollen kaufen, kaufen, kaufen,
hol dir dieses, hol dir jenes, du musst mithalten,
du musst mitziehen, das macht dich glücklich.
Aber das hält nicht lang.

Doch was können wir im Angesicht dieses Wahnsinns und Chaos tun?

Was ist die Lösung?

Wir können lieben.
Nicht die Liebe in deinem Lieblingssong aus dem Radio.
Ich rede von echter Liebe, wahrer Liebe, endloser Liebe!
Du kannst lieben. Liebt euch gegenseitig.

Vom Moment, wo wir aufstehen bis zum Moment,
wo wir ins Bett gehen, können wir nett zueinander sein.
Denn das ist ansteckend. Mit jeder guten Tat können wir uns selbst überlisten.
Das Gute vermehren und mehr Mitgefühl zeigen.
Wir sollten vergeben, denn dein Hass auf deine Mutter, deinen Vater oder deinen Freund, was wird er in 300 Jahren noch wert sein?

Anstatt andere zu verändern, können wir uns selbst verändern.
Wir können unsere Herzen verwandeln.
Man hat uns Lügen verkauft, unsere Anführer haben uns verdorben.
Denn wir haben vergessen, dass wir Brüder und Schwestern sind.

Wir zeigen Zorn, Hass und Grausamkeit.
Doch wenn wir wirklich lieben, werden wir Zorn mit Mitgefühl begegnen, Hass mit Einfühlungsvermögen und Grausamkeit mit Güte.

Liebe ist die mächtigste Waffe der Welt.

Robert Kennedy hat gesagt, wenige von uns haben die Größe, Geschichte zu schreiben.
Aber jeder von uns kann Dinge mit kleinen Gesten verändern.
Und die Gesamtheit der Geschehnisse wird Geschichte schreiben.
Für eine ganze Generation.

Also ja, die Welt nähert sich ihrem Ende.

Und der Weg zum Neuanfang beginnt in dir selbst.

Kommentare:

Fritz hat gesagt…

Ich mag solche misanthropischen Bilanzen sehr, je ungerechter gelitten wird, umso besser. Aber dann sollte man auch wieder die Augen aufschlagen. Und gegen diese Riesentruppe an Generalisierungen hilft vielleicht ein Bataillon an Konkretem ... http://bit.ly/1mT6Umq Die Lage ist schwierig. Ernst. Verzweifelt. Und berechtigt zu Optimismus.

Stefan Zschaler hat gesagt…

@Fritz: Manchmal muss es das abstrakte Pathos zum richtigen Moment sein (Jahresende), um im Alltag zu konkreten Vorhaben zurück zu kehren. Und genau darin stimm ich mit dem Video am meisten überein: wenn ganz ganz viele Menschen ganz viele kleine Veränderungen vornehmen, hat es irgendwann eine große Wirkung. Aber frag dich selbst: wann hast du die letzte kleine Veränderung zum Wohle der Menschheit selbst getätigt?