Donnerstag, 27. Mai 2010

Flashmob reloaded.

Ich könnte wetten, dass der Film wieder die ewige Diskussion in einigen Award-Jurys auslösen wird, wie neu eine Idee sein muss, um zu gewinnen.

Flashmob, das ist in der Kommunikation doch nix Neues.

Doch dieser dämliche Einwand ist so abgehangen wie das Balken-Layout, das Testimonial oder der Banner, der redaktionelle Inhalte mit einbezieht.

Verdammt, es kommt nicht darauf an, ob ein „Format“ schon mal da war, sondern wie ungewöhnlich ein „Format“ eingesetzt wurde – und eine neue Idee ergibt.

Der folgende Flashmob ist ja eigentlich auch kein wirklicher Flashmob. Das Wort beschreibt nur treffend, dass sich hier eine Gruppe von Menschen organisiert hat, um zum gleichen Zeitpunkt zusammen umzufallen und die Folgen eines Reaktor-Störfalles zu dramatisieren.

Laut Pius Walker, dem Kreativen hinter der Idee, geschah das per Trillerpfeiffe. Und im Auftrag von Greenpeace in der Schweiz.

Der Film verweist auf ein Webspecial und zeigt den Schweizer Bürgern, wie wahrscheinlich ihre Region von einem Störfall entfernt ist.

Nennen wir es also einfach Fallmob. Und eine überzeugende Idee. 40.000 Klicks in 48 Stunden bestätigen dieses Format.



Aktion „Der Zonenplan“ von Walker Werbeagentur, Zürich.

Kommentare:

Tim hat gesagt…

Hmm. Ich weiß ja noch nicht so recht was ich von diesem Film halten soll. Er hat ja eigentlich keine echte virale Qualität, oder? Es fallen Leute um. Andere schauen verdattert und eilen zur Hilfe herbei. Einzig die Frage am Ende erscheint mir interessant genug. Wenn ich weiß, dass es hier um AKWs etc. geht, dann will ich das natürlich wissen. Aber das wird im Film nicht klar. Dafür müsste ich nach dem Film auf die Website gehen. Anders wäre es natürlich, wenn es in der Schweiz sowieso gerade eine öffentliche Diskussion über Sicherheitszonen gibt. Keine Ahnung. Und 40.000 Klicks in 48 Stunden sind ordentlich. Das stimmt. Aber da steckt natürlich auch eine gute Seedingagentur dahinter. Interessant wird das ja erst, wenn das Seeding beendet wurde. Wenn es in die 1/2 millionen View Grenze überschritten ist, wird es ja erst interessant.
Übrigens erinnert mich die Aktion stark an die Serie 'Flash Forward' :) http://bit.ly/a2Bsaw

Anonym hat gesagt…

Wieso hat der Film keine virale Qualität? Und was genau ist virale Qualität? Der Film verdeutlicht ein mögliches, bedrohliches Szenario, das man selbst nachvollziehen kann. Zudem hat er für fast jeden von uns Relevanz. Somit vermittelt er eine Botschaft, die man durchaus geneigt sein kann, mit seinen Freunden und Bekannten zu teilen. Was sicherlich auch mitspielt, ist dass man anderen sein Interesse an dieser Thematik zeigt.
Das wäre (verknappt) meine Meinung. Ich persönlich finde den Film relativ wirkungsvoll.

Anonym hat gesagt…

Lustig, daß die Schweizer auch in Hamburg umfallen.