Freitag, 13. November 2009

Wie man 200 neue Verfolger gleich wieder los wird.

In den letzten 24 Stunden hat sich mein "Follower"-Kreis bei Twitter verdoppelt. Der Grund war dieser Beitrag in Horizont.net.

Ich möchte alle Neuankömmlinge deshalb gleich vor einer völligen Überbewertung meines Blogs und der dazugehörigen Twits warnen.

Was dieser Blog nicht bietet:

Er enthält (so gut wie) keinen Sex.
Er präsentiert nicht regelmäßig die allerneueste Kreation.
Er enthält keine genialen Weisheiten.
Er garantiert keinen neuen Job (selbst bei noch so lobenden Kommentaren).
Er wird nicht von einem kreativen Unternehmensberater geschrieben.
Und:
Er glänzt schon gar nicht durch Objektivität.

Was dieser Blog bietet:

Er liefert den direkten Draht zum Kreativchef einer unabhängigen(!) internationalen Agentur, der den Job seit 22 Jahren macht (und das immer noch verdammt gerne).
Er gibt hin und wieder Praxistipps, wie man zu besseren Ideen kommt. Oder zumindest, wie man schlechte Ideen vermeidet.
Er enthält negative Erfahrungen, die ihr nicht mehr zu machen braucht. Und positive, die ihr nutzen könnt.
Er sondert Kommentare zu aktuellen Ereignissen oder Erlebnissen rund um die kreative Werbeszene und das Agenturleben ab.

Aber das Top-Feature ist:

Der Blog gibt Gelegenheit, sich im Dialog mit mir und dem Obengenannten auseinander zu setzen – oder sich gar so richtig darüber auszukotzen.

Entspricht all das nicht deinen Vorstellungen, so solltest du bei Twitter auf „unfollow“ drücken, denn sonst werden dich die 140 Zeichen neben dem Flügelschwein schon alsbald nerven.

Ebenfalls sei angemerkt, dass meine Twits nicht täglich wie die morgendliche Londoner Pendlerlawine auf dich zurollen. Als Gegenprogramm schlage ich meine geschätzen Kollegen vor, die sich auf eine beeindruckende tägliche Massenvögelei verstehen. Meine Twits dienen in 90% der Fälle dazu, die Beiträge dieses Blog anzukündigen.

Soweit die Fakten. Ich hoffe, dem Thema meines letzten Beitrages (Glaubwürdigkeit) damit voll entsprochen zu haben.

Wen es interessiert, hier noch einmal die Blog-Historie:

Dieser Blog wurde von mir vor rund 14 Monaten als digitale Selbstfindung gestartet. Mein Ziel war, die Kommunikationsmechanismen des Webs besser verstehen zu lernen und gleichzeitig aus meiner kreativen Seele keine Mördergrube werden zu lassen.

Um diesem Blog eine gewisse Relevanz zu geben, habe ich mich zu Beginn auf den kreativen Nachwuchs als Leserschaft konzentriert und deshalb die ersten 100 Beiträge mit Tipps versehen. Wer also in das Kommunikations-Geschäft als Kreativer einsteigen möchte, der sollte sich auf die ersten 100 Beiträge stürzen. Inzwischen ist der Blog ein Forum für alle Altersgruppen von Kreativen und wenn man Glück hat, melden sich hier auch mal ADC-Vorstände oder hochrangige Kollegen ungehalten zu Wort.

Der ideale Blog also, um in der Mittagspause oder abends neben seiner Smileys Pizza noch etwas Gehaltvolles zu sich zu nehmen.

So.

Damit es am Ende dieses zugegebenermaßen trockenen Beitrages doch noch etwas lustig wird, hier die Neuinterpretation der ewigen „Geschichte eines Wassertropfens“.

Genau mein Humor.



Spot „The Drop“ für Bavaria von Agentur Selmore, Amsterdam.

Kommentare:

andreas kayales hat gesagt…

Das hast du aber sehr schön geschrieben... ( löblich genug diesmal...?...;). )

SZ hat gesagt…

thx mein Lieber!

Anonym hat gesagt…

boom. und jetzt schön weiter im klartext.